Debian 4.0 – Installation
Am 08.04.2007 wurde Debian 4.0 (Etch) released und ich musste die Installation sofort testen. Also habe ich eine VM erstellt und eine Netzinstallation vollzogen.
Die folgende Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- und Richtigkeit. Sie dient als Anhaltspunkt und persönliche Gedächtnisstütze.
Als erstes besorgt man sich das Iso für die Netzinstallation (debian-40r1-i386-netinst.iso). Der Download sollte nicht über den Browser vorgenommen werden, da abgebrochene Downloads nicht automatisch wieder aufgenommen werden. Unter Linux eignet sich wget sehr gut zum Downloaden:
wget -c http://cdimage.debian.org/debian-cd/current/i386/ iso-cd/debian-40r1-i386-netinst.iso
Warum eigentlich die Netinstall? Ganz einfach, hier landet wirklich nur das auf meinem System, was ich auch wirklich brauche. Außerdem werden die Dateien ganz aktuell aus dem Netz gezogen.
Nach dem Brennen der CD geht es los. In meinem Fall habe ich das Image in VirtualBox eingebunden und die virtuelle Maschine gestartet. Ansonsten müsst ihr die CD einlegen und den Rechner neu starten. Nach einem kurzen Moment ist auch schon der Bootprompt zu sehen. Um den grafischen Installer zu benutzen, tippt man installgui vga=791 ein:
Als nächstes wählt man die Sprache für sein System aus:
Direkt darauf darf man schon einen Namen für sein neues System vergeben. Als Standard ist hier debian vorgegeben:
Im nächten Schritt geht es an die Partitionierung der Festplatte, auf die ich aber nicht näher eingehe. Hier hat jeder seine eigene Philosophie bzw. Vorliebe. Der Installer läßt mehrere Möglichkeiten zu, wie man auf dem Bild erkennen kann. Ich persönlich bevorzuge die manuelle Variante.
Bevor es los geht, erscheint noch einmal eine kleine Sicherheitsabfrage:
Ich habe die Festplatte folgendermaßen partitioniert. Bei euch kann das natürlich anders aussehen. Wenn alles wie gewünscht eingestellt ist, werden die Änderungen übernommen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr
:
Jetzt darf ein Passwort für den User Root gesetzt werden. Dass dies nicht zu einfach sein sollte brauche ich eigentlich nicht extra zu erwähnen, oder?
Direkt danach wird man auch schon nach dem Namen des Benutzers und seines Benutzerkontos gefragt:
Im nächsten Schritt wird für den eben erstellten Benutzer ein Passwort vergeben:
Sind diese Angaben alle getätigt, erfolgt auch schon die Installation des Grundsystems. Ich habe exemplarisch zwei Screenshots erstellt:
Nun wird der Paketmanager konfiguriert. Bei der Frage, ob wir einen Netzwerkspiegel verwenden wollen, setzen wir den Haken bei “ja”. Andernfalls würden wir wirklich ein sehr minimales System erhalten:
Bei der Wahl des Spiegelservers sollte darauf geachtet werden einen Mirror in der Nähe auszuwählen. In meinem Fall ist dies “Deutschland” und ftp.de.debian.org:
Sitzt man hinter einem Proxy, hat man nun die Möglichkeit die entsprechenden Daten einzugeben:
Bei der Installation wird man gefragt, ob man beim Popularity-Contest teilnehmen möchte. Hierbei werden anonym Informationen über die installierten Pakete an die Entwickler geschickt, um z.B. zu entscheiden welche Pakete auf die erste CD kommen. Die Statistiken lassen sich unter http://popcon.debian.org/ einsehen:
Bei der Softwareauswahl lasse ich nur das Standardsystem angehakt. Würde ich den Haken bei der Desktop-Umgebung nicht entfernen, bekäme ich standardmäßig Gnome installiert. Wer dies möchte, lässt alles wie es ist. Ich bevorzuge aber KDE und entferne den Haken. Zur Installation von KDE komme ich später:
Ich benutze Grub als Bootloader und lasse diesen auch in den MBR installieren:
Damit ist die Installation auch schon abgeschlossen und das System kann gestartet werden:
Jetzt begrüßt uns Grub:
Ist das System hochgefahren, sitzen wir ohne grafische Oberfläche an einem schwarzen Bildschirm. Wer nur auf der Konsole arbeiten möchte ist jetzt eigentlich fertig. Wer KDE installieren möchte und auch einen netten Displaymanager haben möchte, geht wie folgt vor:
1. Als root anmelden (root eintippen und Enter. Das Passwort wird blind eingegeben)
2. apt-get update eingeben
3. apt-get install x-window-system-core kdebase kdm (für ein minimales KDE)
3a. Alternativ: KDE komplett: apt-get install x-window-system-core kde kdm
4. Deutsches Sprachpaket für KDE installieren: apt-get install kde-i18n-de
5. Soll Numlock automatisch aktiviert sein, dann bitte noch numlockx installieren.
Das war es. Jetzt noch ein init 6 eingeben und Debian sollte mit grafischer Oberfläche (KDE) starten:
Fertig. Viel Spass mit Debian

Montag, 9. April 2007 18:47
[...] Installationsanleitung Debian 4.0 Netinst. [...]